Rehkitzrettung und Wildtierhilfe Gera

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         Foto: Wildtierfotograf Andreas Nowack

          Foto: Andreas Nowack


Drohne mit Wärmebildkamera als fliegender Wildtierretter

Das  seit 2017 in zahllosen Stunden von mir vorbereitete und privat vorfinanzierte Tierschutzprojekt startete im Frühjahr 2018. Für anstehende Spendensammlungen und zur Vermeidung einer eigenen Vereinsgründung, gelang es mir nach anfänglichen Widerständen, den Tierschutzverein Gera und Umgebung e.V. mit ins Boot zu holen. Und tatsächlich gelang es in der Folgezeit  aufgrund der tollen Spendenbereitschaft vieler Tierfreunde,  die vorfinanzierte Rettungsdrohne samt Zubehör über des Spenden  zu refinanzieren und 2019 darüber hinaus noch eine weitere Drohne in der Grundausstattung anzuschaffen. 

 

Bereits 2018 erlebte das Projekt eine große Resonanz in der Öffentlichkeit. Viele Helfer, interessanterweise überwiegend Helfer außerhalb des Tierschutzvereins, meldeten sich für die Suchaktionen, die aufgrund der Besonderheiten der Wärmebildtechnik jeweils bereits nachts gegen 2 Uhr begannen und ca. 8 Uhr endeten.    

 

Nach einer Veröffentlichung von Journalisten der Deutschen Presseagentur, berichteten in der Folge mehr als 100 deutsche große und kleine Tageszeitungen und Journale sowie eine Fernsehsender aus Erfurt über das Projekt der Rehkitzrettung mit Wärmebildtechnik. Hinzu kamen Radiosendungen u.a. bei Antenne Thüringen, Landeswelle Thüringen und dem Berliner Radiosender RBB. Doch nicht nur der besondere Technikeinsatz war so interessant, sondern auch die (gefühlt) fast einzigartige  Symbiose zwischen Tierschützern, Landwirten und Jagdpächtern. Nach dem Besuch der dpa-Journalisten wurde die Rehkitzrettung Gera quasi über Nacht deutschlandweit sowie in der Schweiz, Österreich und Italien bekannt und Ansprechpartner für ähnliche Projekte sowie diverser  Studien. 

 

Mit Saisonstart 2019 konnte durch Spenden eine weitere Drohne mit der benötigten Wärmebildtechnik gekauft werden. Auch meldeten sich wieder viele Helfer und 2 Herren aus Greiz mit eigener Drohne nach unserem Vorbild. Allerdings machten sich mit Zunahme und Umfang der Einsätze 2019 auch die ersten Defizite der eingesetzten Technik  bemerkbar. Witterungsbedingt konnten die Wärmesignaturen der Kitze lediglich bei kühlen Außentemperaturen und einer maximalen Flughöhe bis 20 m sicher geortet werden. Aber selbst beim Einsatz von zuletzt 3 Drohnen stieß die Technik bei Flächen größer 10 Hektar definitiv an ihre Grenzen. Zum andern war es schwierig, täglich Helfer für 3 Teams zu mobilisieren. Nur dank des geübten Auge unseres Piloten Sebastian, der auch schon 2018 alle Kitze gefunden hat,  konnten zumindest in seinem Team alle Kitze geortet und gerettet werden. Andere Teams waren aufgrund der Unerfahrenheit der neuen Piloten nicht ganz so erfolgreich. 

 

Und so kam wie es kommen musste. Nach einem teilweise missglückten Einsatz eines Teams des Tierschutzvereins Gera und Umgebung e.V.  wurde statt Selbsterkenntnis der Landwirt für das eigene Versagen verantwortlich gemacht und mit Anzeige bedroht. Meine  in endlosen Gesprächen und gemeinsamen Einsätzen im Vorfeld mühsam aufgebaute  Solidargemeinschaft zwischen Landwirten, Jagdpächtern und Rehkitzrettern  drohte zu zerbrechen, das Projekt zu scheitern.  

 

Am 14.06.2019 trennte sich die Rehkitzrettung Gera vom Tierschutzverein Gera e.V. Im Gegenzug forderte der Tierschutzverein als ehemaliger Spendenträger sämtliche Technik ein. 

 

Allerdings hat dies auch seine guten Seiten. Zum einen kann sich die "alte" Rehkitzrettung Gera mit effizienterer Technik ab ca. 2021 neu ausrichten, so dass zukünftig auch große Flächen abgeflogen werden können. Zum anderen muss der Tierschutzverein Gera und Umgebung e.V. nunmehr in eigener Regie Rehkitzrettung betreiben, da ansonsten alle Spenden zweckentfremdet wären. 

 


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