April 2018    *  Testlauf

Seit April 2018 testeten wir immer wieder unsere Drohne. Nach einer 26 m-Landung während eines Probefluges in einem Baum mit fast Herzstillstand :-) , einigen Technikmacken und Frustration über den schlechten Service von Yuneec ist unser Rettungsdröhnchen einsatzbereit. Daumen drücken, dass in letzter Minute nicht noch was schief geht. Im übrigen nochmals vielen Dank für die schnelle Hilfe des in Großaga ansässigen Baumkletterers Heise, der unsere Drohne aus schwindelerregender Höhe mitten in der Pamba wohlbehalten auf die Erde geholt hat. 

01.05.2018                                                              Hofwiesenparkfest * Präsentation Projekt Rehkitzrettung

Die erste Präsentation des Projektes Rehkitzrettung Gera. Über die Resonanz und das große Interesse an der Rehkitzrettung waren wir gleichermaßen erstaunt und erfreut. Aber nicht nur die Besucher sondern auch die anderen Aussteller, wie der "Goldene Spatz" unterstützten unseren Stand mit Technik. Ein besonderes Dankeschön gilt den Kameraden des THW Gera, die uns an einem Übungseinsatz "Drohnenrettung" beteiligten. 

05.05.2018                                                                     Frühjahrsmarkt "Biohof Aga "                                                   Präsentation Projekt Rehkitzrettung

Wir durften uns dieses Jahr beim Frühjahrsmarkt des Biohofes in Aga vorstellen. Wir konnten viele interessante Gespräche führen und gute Kontakte knüpfen. Ein großes Dankeschön geht an den Veranstalter.

21. Mai 2018

Der Wecker klingelte am Pfingstmontag nachts halb 2. Der erste Rehkitzrettungs-Einsatz stand auf einer riesigen Wiese vor Ossig (Sachsen-Anhalt) an. Anspannung pur. Würde die Technik bestehen? Wir sind alle keine Frühaufsteher, aber der harte Kern war da. Es war dunkel und  in diesen frühen Morgenstunden bitter kalt. Außerdem war das Team innerhalb weniger Minuten im brusthohen, nassen Gras komplett durchgeweicht. Trotz Gummistiefel. Wasserdichte Wetterkleidung wäre gut gewesen, daran hatte aber niemand gedacht. Nach ca. drei Stunden der Suche und des Bibberns konnten wir Entwarnung geben. Kein Kitz. Auch die anschließende Suchaktion in Aga ergab das gleiche Ergebnis. Kein Kitz. Nach sechs Stunden konnten wir den Einsatz beenden. Das danach niemand krank war grenzte fast an ein Wunder. 

 

23. Mai 2018

Es ist kurz vor Sonnenaufgang. Unser erster Einsatz mit Kitzfund auf einer Wiese des Landwirtschaftsbetriebes Ullrich aus Aga. Am Abend zuvor wurden wir informiert, dass gemäht werden soll. Plötzlich ein kurzes Aufflackern auf dem Monitor unseres Piloten Sebastian. Dank seines scharfen Auges hatte er die winzige Wärmesignatur des Kitzes auf dem Monitor erkannt. Sofort leitete er eine Helferin zu der Position, aber in dem brusthohen Gras sah sie nichts. Erst als der Pilot ihr sagte, dass das Kitz unmittelbar vor ihr sei und sie das Gras zur Seite legen sollte, sah sie das kleine Kitz. Da es überhaupt keine Angst oder irgendwelche Fluchtreflexe zeigte, schätzen wir, das es ggf. erst ein oder zwei Tage alt war. Ohne unseren fliegenden Wildretter hätte das Kleine keine Chance gehabt. Mit viel Gras haben wir es vorsichtig angehoben und in einen Karton (der ebenfalls mit Gras bedeckt war ) gelegt. Alles natürlich mit Handschuhen, damit wir möglichst keinen Geruch auf dem Kitz hinterlassen. Kurze Zeit später kam die Mähmaschine und als die Grasmahd beendet war, nahmen wir den Karton zum Rand der gemähten Wiese und setzten das Kitz am Waldrand ins hohe Gras, damit es von seiner Mutter abgeholt werden konnte. Natürlich haben wir und unser Wildtierfotograf Andreas vorher viiieeele Fotos gemacht und das Kitz nach unserem Piloten Basti benannt. 

 

25. Mai 2018 

Der zuständige Jagdpächter Lutz Schmidt aus Aga, der die Rehkitzrettung mit Rat und Tat unterstützt, zeigte uns das Gebiet bereits Tage vorher und meinte, dass es dort einige Ricken gäbe und demzugfolge mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Kitze. Als  Landwirt Grimme aus Lonzig anrief, trafen wir uns morgens halb vier und fuhren mit der gesamten Technik zum Einsatzort. Basti steuerte wieder die Drohne.  Walter gaben per Funk die Standortpositionen an den Piloten weiter. Daggi kümmerte sich um die Flugtechnik und Andreas hielt zusätzlich seine Fotokamera startklar. 4 Rehkitze konnten wir alleine aus dieser Wiese retten. 4 Rehkitze die den Tag nicht überlebt hätten und stattdessen später von ihren Müttern abgeholt werden konnten.  Als der Landwirt später sein o.k. war die Erleichterung riesig. Kein Kitz musste an diesem Tag sterben. Zumindest nicht auf dieser Wiese. 

Vielen Dank an unseren Mitstreiter, dem  Wildtierfotografen Andreas Nowack, der uns tatkräftig unterstützte und seine Fotos zur Verfügung stellte.

 

03.06.2018

Am 03.06.2018 fanden wir auf einer Wiese des Bauern Schlegel in Kleinaga 2 Kitze. Eines konnten wir sichern, dass andere -

schon etwas ältere - erfolgreich verscheuchen. Hier geht es zum Video.